Dr. Nils Kaiser
med-verleihung

MPG-Laudatio auf Dr. Nils Kaiser aus Anlass seiner 25-jährigen Mitgliedschaft in der Max-Planck-Gesellschaft

vignetteDer Präsident der Max-Planck-Gesellschaft Professor Gruß bei der Überreichung der goldenen Mitgliederauszeichnung im Anschluss an die Laudatio

Als Herr Kaiser 1958 als Wissenschaftlicher Angestellter an das damalige Max-Planck-Institut für Physik und Astrophysik kam, hatte er das Glück, Werner Heisenberg noch persönlich kennen zu lernen. Schon damals arbeitete er an der Entwicklung seiner Idee: die unblutige Blutzuckermessung mit Hilfe einer nicht invasiven Lasertechnik. Anfang der 60er Jahre fand er nach seinem Wechsel zum Institut für Plasmaphysik in Garching schließlich die apparativen Möglichkeiten und das nötige Know-how für Laser- und Mikrowellentechnik vor. Hier konnte er seine theoretischen Überlegungen und Erkenntnisse mittels entsprechender Instrumente überprüfen und bis zu einem Patent ausarbeiten, das später viel zitiert wurde. Die moderne Lasertechnik sollte die medizinische Diagnostik revolutionieren. Verschieden gebaute Moleküle besitzen unterschiedliche Resonanzen für elektromagnetische Strahlung. Diese Molekularresonanzen und deren Veränderungen konnten zur Beschreibung von Stoffwechselvorgängen herangezogen werden – ein revolutionärer Schritt in der medizinischen Diagnostik. In einem Interview der Pharmafirma Merck wurde er daher als der „Urvater der Infrarotspektroskopie in der Medizin“ bezeichnet.

In seiner Funktion als Betriebsarzt stand Herr Kaiser der Max-Planck-Gesellschaft über dreizehn Jahre zur Seite und blieb danach unserer Wissenschaftsorganisation als Persönlich Förderndes Mitglied treu. Noch im hohen Alter nimmt er regelmäßig an den Jahresversammlungen teil, gemeinsam mit seiner Frau, die uns ebenfalls als Persönlich Förderndes Mitglied verbunden ist.

Einem verdienten Mitglied sagen wir Danke für jahrzehntelanges Engagement.
München, 5. Juni 2014